Preshevo Tal – Serbien

Das Preshevotal erstreckt sich in einem schmalen Steifen von Preshevo aus nördlich entlang der kosovarischen Grenze. Die Region hat eine Fläche von ca. 1250 km2, in der 85.000 Menschen leben. (In Deutschland leben auf der selben Fläche über 280.000 Menschen). In Preshevo ist der Anteil der albanischen Bevölkerung bei 90 % und im gesamten Preshevotal bei 70%. Nach dem Kosovokrieg ist diese Region das einzige Gebiet, das in der Republik Serbien verblieben ist. Die Investitionen des Staates in das Preshevotal tendieren gegen Null. Die Region ist lediglich als Notstandsgebiet eingestuft.
Der wirtschaftliche Kollaps Jugoslawiens Anfang der 1990er Jahre, der folgende Kosovokrieg 1999 sowie der bewaffnete Konflikt in Mazedonien 2001 verschlimmerten erheblich die wirtschaftliche Lage, der seit jeher eher wirtschaftlich unterentwickelten Region. Der Hauptzweig der Wirtschaft besteht zum einen aus der Landwirtschaft, wie dem Anbau von Weizen, Tabak, Mais und Melonen. Zum anderen stellt die Forstwirtschaft einen wichtigen Wirtschaftszweig dar, vor allem westlich der Stadt liegen große Wälder. Außerdem gilt der Dienstleistungsbereich, vor allem der Einzelhandel und die Gastronomie, als ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig der Region. Industrielle Strukturen bilden unter den Betrieben die Ausnahme. Über 60 Prozent der Bevölkerung haben keine bezahlte Arbeit. Ihre Lebensgrundlage bilden, soweit vorhanden, eigenes Land, Acker und Hof. Viele Familien sind auf die Unterstützung von im Ausland lebender Familienangehöriger angewiesen. In Folge dessen blüht der Schmuggel über die nahe gelegenen Grenzen. Sobald sie die Möglichkeit haben, ziehen die jüngeren Einwohner aus dieser zukunftsarmen Region weg.

Das Zentrum für Solidarität und Fortschritt hat seinen Ursprung in Preshevo. Der Verein wurde in der Region 2007 gegründet und setzt sich seitdem für die bedürftige Bevölkerung ein.
Der Vorstand in Preshevo setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen. Der Vorsitzende und die stellvertretende Vorsitzende werden im folgenden genannt:

  1. Xhelal Hasani – Vorsitzender – Bauingenieur
  2. Arbenita Arifi – stellvertretender Vorsitzende – Gynäkologin
          Muhamed Kurtishi – Administrator

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